Individuelles Outfit oder Schuluniform?

Diese Diskussion schwelt schon ewig. Beides hat Vor- und Nachteile. Dass Uniformen den Wohlstand verschleiern, ist zwar richtig, allerdings werden auch für die Anschaffung Kosten fällig, die ärmere Familien im Voraus planen müssen. Vor allem deshalb, weil Kinder bekanntlich schnell wachsen.

Die Verfechter der individuellen Kluft meinen hingegen, dass den Kindern unbedingt ein Gefallen getan wird, wenn sie die Möglichkeit haben, hier eine Ausdrucksmöglichkeit wahrzunehmen. In der Realität sind das aber weit weniger, als angenommen wird. Viele bekommen ihre Klamotten noch geschenkt, und wenn sie sich damit auseinandersetzen, dann meistens, weil sie auf ihr Umfeld reagieren wollen.

Schultaschen hingegen werden in beiden Fällen der persönlichen Wahl überlassen. Sie müssen auch nicht so oft gewechselt werden und haben einen praktischen Hintergrund. Das erleichtert oft den eigenen Zugang zu diesem Thema. Sie sind außerdem ein schönes Geschenk, der sich auch im Alltag bewährt.

In Ländern wie Irland gehört die Schuluniform zum Alltag und ist voll akzeptiert. Dabei ist interessant zu beobachten, dass die meisten Schüler sie höchst unterschiedlich tragen. Während dezenter Schmuck erlaubt ist und die meisten Mädchen gepflegt aussehen, sitzt bei den Jungs der Schlips eigentlich nie, wo er soll. Außerdem ist es zwar Vorschrift, dass die Hemden in der Hose stecken, aber auch diese Regel wird gedehnt.

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