Unterwegs als Au-pair

Junge Menschen brauchen vor allem Herausforderungen, die ihr Verantwortungsbewusstsein ausbilden. Denn vielleicht werden sie in ein paar Jahren selbst eine Familie gründen, Kinder bekommen und für diese Verantwortung übernehmen müssen. Auch im Berufsleben und im Umgang mit Freunden und Familie schadet es keinesfalls, das Gefühl von Verantwortung zu entwickeln und danach zu handeln.

Eine gute und auf der ganzen Welt praktizierte Methode zu diesem Zweck ist die Arbeit als Au-pair. Das „Mädchen“ lassen wir hier weg, weil diese Tätigkeit inzwischen auch von vielen jungen Männern ausgeübt wird. Als Au-pair kommt man zunächst einmal in ein fremdes Land, kann andere Kulturen und Sitten innerhalb einer Familie kennenlernen, in der man dann die Kinder betreut. Als Gegenleistung erhält man neben freier Kost und Unterkunft in der Gastfamilie oftmals noch ein wenig Taschengeld, das man in seiner Freizeit ausgeben kann. Man lernt also zuerst einmal, sich in eine fremde Umgebung einzugliedern – was das Erlernen der fremden Sprache beinhaltet, andere Sitten und Gebräuche zu respektieren, den verantwortungsvollen Umgang mit Kindern – manchmal nur für einige Stunden am Tag – und den sparsamen Umgang mit Geld.

Auch wenn man als Au-pair, z. B. in Südamerika, nicht den gleichen Komfort, wie ihn ein Hotel in Berlin günstig bietet, erwarten kann, ist es aus den oben genannten Gründen sehr reizvoll für junge Menschen, als Au-pair zu arbeiten. Man kommt mit wenig Geld in fremde Länder, kann dabei seine Sprachkenntnisse erweitern und natürlich auch viele interessante Menschen kennenlernen. Solche Erfahrungen können für die spätere Berufswahl sehr vorteilhaft sein, denn viele Arbeitgeber schätzen Arbeitnehmer mit Auslandserfahrung. Außerdem schadet es niemandem, mal ein paar Monate auf etwas Komfort zu verzichten, denn dann lernt man sein eigenes bescheidenes Zuhause mit seinen weichen Metallbetten und den anderen für uns ganz gewöhnlichen Dingen wieder richtig zu schätzen.

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